So läuft eine 3D Animation bei CHEESE ab
Von deinen CAD-Daten bis zum fertigen Film.
Hier siehst du jeden Schritt: was passiert, was du lieferst und wann du freigibst. Die Bilder stammen aus echten Projekten, die meisten aus unserer 3D Animation für TENTE.
Schritt für Schritt
Acht Schritte von deinen Daten bis zum Archiv. So stehen sie auch in unserem Angebot.

TENTE: die Lenkrolle als 3D-Modell, noch ohne Material
Schritt 1Input und Kick-off
Am Anfang stehen deine Daten. Aus den STEP- oder CAD-Dateien, also den Konstruktionsdaten aus deiner Entwicklung, bereiten wir die 3D-Modelle auf. Fehlen Daten oder lassen sie sich nicht verwenden, modellieren wir nach. Das stimmen wir vorher mit dir ab. Im Kick-off sprichst du direkt mit unserem 3D-Lead.
Du lieferst: STEP- oder CAD-Daten, CI- und Logo-Daten, Texte und Claims, bei Software die Screens. Für die Materialien helfen Fotos oder Muster.

TENTE: Moodboard mit Bildideen für Look und Stimmung
Schritt 2Konzept und Szenenaufteilung
Wir schreiben auf, was der Film zeigen soll. Wir legen Texte und Einblendungen fest und teilen den Film in Szenen auf. So weiß jeder, was in welcher Szene passiert, bevor wir in 3D arbeiten.
Du gibst frei: das Konzept mit Texten und Szenenaufteilung.

TENTE: Lenkrolle mit Metallspänen im finalen Look
Schritt 3Styleframes
Styleframes sind Standbilder im finalen Look. Für wenige Schlüsselszenen legen wir damit Licht, Material, Farbwelt und Grafikstil fest, bevor der ganze Film entsteht. So siehst du früh, wie er aussehen wird.
Du gibst frei: den Look. Zwei Korrekturschleifen sind üblich.

TENTE: Szenenaufbau der Werkshalle für das Animatic
Schritt 4 · AnimaticSzenen aufbauen
Für das Animatic bauen wir alle Szenen auf: Modelle, Hintergründe, Studio-Setting und Kamerafahrten. Licht und Texturen sind noch nicht final. Dafür arbeiten wir mit Cinema 4D, Maya und Houdini.
TENTE: Ausschnitt aus dem Animatic, ohne finales Licht und Texturen
Schritt 4 · AnimaticAnimatic: Kamera, Timing, Übergänge
Das Animatic ist die Rohfassung des Films mit Kamerabewegungen, Timing und Übergängen. Daran prüfst du den Ablauf, bevor wir Licht und Material ausarbeiten.
Du gibst frei: das Animatic. Zwei Korrekturschleifen sind üblich.
Oktopus-Charakter: Bewegungstest mit Rig
Schritt 4 · Bei CharakterenRigging
Kommen Charaktere vor, bekommen sie im Szenenaufbau ein Rigging: ein digitales Skelett, mit dem sich die Figur bewegen lässt. Erste Bewegungstests zeigen, ob alles sauber funktioniert.
So entsteht ein 3D Character →
Frame.io: Kommentare direkt an der Stelle im Film
Bei jeder FreigabeAbstimmung über Frame.io
Styleframes, Animatic und Schnitt laden wir auf Frame.io hoch, eine Online-Plattform für Videofreigaben. Du setzt deine Kommentare direkt ins Bild, an die genaue Stelle im Film. Alle Beteiligten sehen dieselben Anmerkungen an einem Ort, die Versionen liegen nebeneinander. Am schnellsten geht es, wenn du Feedback bündelst und innerhalb von 5 Werktagen freigibst.

TENTE: die Halle mit finalem Licht und Material
Schritt 5Lighting, Shading und Feinschliff
Den Look aus den Styleframes übertragen wir jetzt auf alle Szenen. Beim Shading und Texturing bekommen die Modelle ihre Oberflächen, etwa gebürstetes Metall oder matten Kunststoff. Beim Lighting setzen wir das finale Licht. Dazu kommen grafische Marker und Texteinblendungen.
Du gibst frei: die Renderfreigabe. Danach ist alles fix, was gerendert wird.
TENTE: fertig gerenderte Sequenz
Schritt 6Rendering: jedes Bild wird berechnet
Beim Rendering berechnet der Computer jedes Einzelbild des Films komplett. Eine Minute 3D Animation hat rund 1.500 solcher Bilder. Wir rendern auf unserer eigenen Renderfarm mit 8 Grafikkarten vom Typ NVIDIA RTX 4090. Beim TENTE-Projekt waren es 1.853 Einzelbilder in 4K. Auf der Farm hat das rund 16 Tage gedauert, ein einzelner Rechner hätte etwa vier Monate gebraucht.
Deshalb ist die Renderfreigabe so wichtig. Ändern sich danach Kameraperspektiven, Modelle oder Materialien, müssen wir neu rendern. Diese Änderungen berechnen wir nach Aufwand.
Warum 3D Animation gerendert werden muss →formoline L112: Modell, Gitter, Material, Einbau in die echte Küche, Farbkorrektur
Schritt 7Post-Produktion und Lieferung
Im Compositing setzen wir die gerenderten Bildebenen zusammen. Danach folgen Color Grading, Motion Design nach deiner CI, Schnitt, Sound Design und Musik. Geliefert wird der fertige Film als MP4. Aus denselben Szenen entstehen auf Wunsch Produkt-Renderings als Freisteller.
Du gibst frei: den ersten Schnitt. Eine Korrekturschleife ist üblich.

TENTE: Bild aus dem fertigen Film
Schritt 8Archiv und weitere Assets
Die 3D-Szenen und Projektdateien bleiben bei uns auf unserem eigenen Serversystem. So können wir dein Projekt später wieder aufnehmen und weitere Assets ableiten: kurze Clips und Loops für Social Media, andere Formate wie 9:16 oder 4:5, neue Produkt-Renderings oder zusätzliche Szenen.
Zum fertigen TENTE-Film →Freigaben auf einen Blick
Je früher eine Änderung kommt, desto weniger Aufwand macht sie.
| Freigabe | Korrekturen | Danach steht fest |
|---|---|---|
| Konzept | nach Absprache | Inhalt, Texte, Szenenaufteilung |
| Styleframes | 2 Schleifen | Licht, Material, Farbwelt, Grafikstil |
| Animatic | 2 Schleifen | Kamera, Timing, Übergänge |
| Renderfreigabe | danach nach Aufwand | alles, was gerendert wird |
| Erster Schnitt | 1 Schleife | Schnitt, Texte, Farbe, Ton |
Gib Feedback gebündelt und innerhalb von 5 Werktagen je Freigabe. So bleibt der Zeitplan stabil.
Häufige Fragen
Welche Daten braucht ihr von mir?
Am besten STEP- oder CAD-Daten deines Produkts, ideal sind STEP, IGES, OBJ oder FBX. Dazu CI- und Logo-Daten, Texte und Claims, bei Software die Screens. Fehlen CAD-Daten, modellieren wir nach Fotos oder Zeichnungen nach. Deine Daten behandeln wir vertraulich, auf Wunsch mit NDA.
Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten?
Üblich sind je zwei Korrekturschleifen auf Styleframes und Animatic und eine nach dem ersten Schnitt. Was genau enthalten ist, steht in deinem Angebot.
Was passiert bei Änderungen nach der Renderfreigabe?
Ändern sich nach der Renderfreigabe Kameraperspektiven, Modelle oder Materialien, müssen wir die betroffenen Szenen neu rendern. Diese Änderungen berechnen wir nach Aufwand. Deshalb gibst du vor dem Rendering alles frei, was gerendert wird.
Kann ich das Projekt später erweitern?
Ja. Die 3D-Szenen und Projektdateien bleiben bei uns. Daraus leiten wir später weitere Assets ab: Clips für Social Media, neue Formate, Produkt-Renderings oder zusätzliche Szenen.
Lass uns deine 3D Animation planen.
Erzähl uns, welches Produkt du zeigen willst und wofür. Wir melden uns mit einem Vorschlag für den Ablauf.